SPD Hausen i.W.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion informiert

Veröffentlicht am 06.10.2025 in Aktuelles

Nahversorgungszentrum Hausen in Planung – Ausgang offen!
 

Auf reges Interesse der Bevölkerung stieß am 30.9.2025 die Grundsatzentscheidung des Gemeinderats zur Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums auf Hausener Gemarkung an der B 317.

Immer wieder hatten sich Gemeinderat und Verwaltung mit der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Situation des Dorfes beschäftigt. Leider gaben hierbei überwiegend negative Schlagzeilen den Ton an. So gingen schon vor Jahren durch das Aus der Brennet-AG viele Arbeitsplätze verloren, zum Jahresende 2025 wiederholt sich dieser Schlag mit der Produktionseinstellung bei der Fa. Autokabel. Für die Kommune brechen damit dauerhaft bedeutende Steuereinnahmen weg.

Parallel dazu verschwanden im Laufe der Jahre eine Reihe von Geschäften und Einrichtungen:  Bäckereien, Metzgereien, Banken, einige Ärzte, eine Apotheke, Haushaltswaren, Textilien, Tankstelle – verschwunden! Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.

Der Frischmarkt Seger mit Postagentur sowie Paul´s Markt bilden derzeit das Rückgrat für die Deckung des täglichen Bedarfs der Einwohner.

Auf offene Ohren seitens der Gemeinde stieß 2024 die Anfrage für einen Discountstandort in Hausen. Anfängliche Überlegungen für eine Realisierung im Bereich Hausen Nord zerschlugen sich, bevor Flächen direkt an der B317 beim Bahnhof ins Auge gefasst wurden. Erste, unverbindliche Abstimmungen mit übergeordneten Behörden – Landratsamt und Regierungspräsidium – signalisierten grundsätzliche Offenheit.

Zwei Investoren, Ratisbona Handelsimmobilien aus Regensburg und ACTIV-Group aus Schemmerhofen, präsentierten dem Gemeinderat wiederholt ihre Konzeptionen, die im Kern einen Discountmarkt sowie einen Drogeriemarkt vorsehen. Beide Konzepte streben Zufahrten von der B317 an.

Den Zuschlag erhielt die ACTIV-Group mit 6 Stimmen, für Ratisbona votierten 3 Räte. Damit ist es an der ACTIV-Group, in Abstimmung mit der Gemeinde die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen für Planung, Verkehr, Raumordnung, Wasser und Umwelt zu schaffen. Die Kosten hierfür gehen zu Lasten des Investors. Er erwirbt die Fläche unerschlossen von der Gemeinde.  

Fazit: Vor der Realisierung eines Versorgungszentrums gilt es einige Hürden zu bewältigen. Vielversprechende Ideen wecken zwar Erwartungen, konkrete Planungen stehen aber noch aus und bevor an eine konkrete Umsetzung zu denken ist, wird noch viel Wasser an unserem Dorf vorbeirauschen.

Von der Bedeutung des Vorhabens für unser Dorf ist der Gemeinderat jedenfalls überzeugt, der grundsätzliche Beschluss für ein Nahversorgungszentrum erfolgte einstimmig.

Text HL